Kein Geld? Richtig sparen beim Einkauf!

Ratgeber/Kolumne  Es ist schon wieder Donnerstag. Die Einkäufe von letzter Woche neigen sich dem Ende. Das Portmonee zeigt Ebbe an: Was tun? Nun, zum Ersten wäre die Geldbörse nicht ganz so leer, wenn man öfter auf die Preise achten würde und zum Anderen, wenn man nur das kauft, was man auch wirklich braucht – ohne auf vieles zu verzichten. Wie das geht, erkläre ich hier:

preise_lebensmittel_07092016Jeden Samstag erhalte ich die neuste “Einkauf Aktuell” mit ihren Werbeblättchen, am Mittwoch folgen die Werbeanzeigen der Wochenzeitung. Also blättere ich jeden Mittwoch Morgen meine Werbung durch – nur die Werbung, die für mich relevant ist! Also von allen Einkaufsmöglichkeiten in meinem Umkreis: Das sind bei mir bis zu 15 Minuten Fahrtaufwand, also die Märkte: Aldi Nord, tegut, Lidl, Edeka und in Ausnahmefällen auch netto. Das ist schonmal eine hohe Dichte an Supermärkten, die es oft nur in Städten gibt – mein Glück.

31 % Ersparnis dank Prospekt-Durchstöbern!
Das Prospekte anschauen hat mir in dieser Woche eine Ersparnis von 31 % im Gegensatz zu meinem normalen Einkauf gebracht. Ich nutzte die Beilagen-Coupons von netto (20%, 10%, 5%) und nutzte zudem die Angebote. Aber Achtung! Nicht alle Angebote im Prospekt, sind wirklich reduzierte Preise! Der Vergleich mit anderen Prospekten und Märkten lohnt sich! Und: Die sogenannte “UVP” (Unverbindliche Preisempfehlung) ist nicht der vorherige Preis, sondern ein willkürlich ausgewählter Preis des Herstellers! Beim teuersten Produkt klebte ich mein 20% Coupon auf, beim zweit- und dritt-Teuersten den 10% Coupon. Da ich nicht viel einkaufte konnte ich “nur” eine Ersparnis von 0,54 € erwirtschaften, aber immerhin. Am nächsten Tag gönnte ich mir bei tegut mal wieder eine Tiefkühlpizza. Der 0,50 € Tiefkühl-Coupon reduzierte meine Pizza von 1,99 auf 1,49 €. Die tegut Eigenmarke schmeckt beinahe besser, als die Wagner Steinofenpizza für 2,39 €. Das ist übrigens eine weitere Regel: Nimm nur dann die Marke, wenn die Marke deutlich besser schmeckt ODER der Preis der Marke der gleiche ist, wie die günstige Marke (näheres dazu im nächsten Abschnitt). Am Besten ist aber immer, wenn man sich alle Angebote auf einem Einkaufzettel notiert! – und diesen dann nicht vergisst…

ofenfrischeMuss es immer Marke sein?
Weitere Beispiele bieten Produkte, bei denen die günstige Marke keinen Nachteil zur Marke hat: Das sind zum Beispiel Obst,
Gemüse, Butter, Eier, Backwaren etc.. Außerdem gibt es immer wieder gute Alternativen. Meiner Meinung nach gibt es bei der Ofenfrische (2,79 €/ meine Lieblings-Tiefkühlpizza von Dr. Oetker) zwei sehr gute Alternativen: Bei Lidl ist das “die Knusperfrische” (1,79 €), die Rund 36 % günstiger ist, als das Original. Eine weitere Alternative, allerdings anders im Geschmack bietet tegut mit der tegut Steinofenpizza (1,99 €).
Ähnlich sieht es bei den Backwaren aus. Das Sandwich-Toast von Harry-Brot, z. B. ist zwar qualitativ hochwertiger, aber mit 1,89 – 2,19 € mehr als doppelt so teuer, wie die Ausweich-Produkte von den Eigenmarken.


Manchmal lohnt sich auch der Weg etwas weiter weg…

Wer sich gerne mal was gönnt, hat auch bei Süßigkeiten und Snacks die Chance Geld zu sparen! Natürlich sind die funny Chips die Besten, aber warum dann für 1,99 € bei Rewe kaufen, statt bei Aldi Nord/Süd oder netto für 1,19 €? Hier lohnt sich auch mal die Fahrt, die ja auch mit dem Fahrrad möglich wäre, zu den beiden Supermärkten. tegut kommt immerhin auf 1,29 €. Bei Schokolade sieht es ähnlich aus: 9 Packungen Twix für 1,79 € (Aldi), statt 2,49 € (Edeka) klingt ebenfalls nach ordentlicher Ersparnis, oder? Und bei Lidl gibt es Haribo Goldbären in 300g Packung für 0,99 € (Normal: 200g für 0,95 €). Bei Cola sieht das wieder anders aus. Auch wenn viele meinen, dass Cola immer gleich schmeckt, so gibt es doch große Unterschiede. Hier bleibt es beim eigenen Geschmack, ob die Alternative gut genug ist… Aber im Vergleich zu Coca Cola (Der Liter-Preis variiert zwischen 0,85 € und 1,19 €), besteht die Möglichkeit Sinalco Cola (0,69 – 0,89 €/ l) oder Pepsi (0,79 – 0,89 €/ l) zu trinken: Und das sind auch Markenprodukte! 

Payback, Deutschlandcard & Co.

payback-Partner
payback-Partner

Sehr unbeliebt bei Studenten, Datenschützern und Systemkritikern – und dennoch zu empfehlen: Bestellt die Newsletter für eure Märkte in der Nähe und besorgt euch die Plastikkarten von Payback und Co.!  Die Durchschnittsfamilie (2 Erwachsene, 2 Kinder) kauft im Schnitt für 100 € pro Woche ein. In Payback-Punkten wären das 33-100 Punkte pro Woche + Vervielfachung: Denn im Newsletter oder dem jeweiligen Prospekt des angehörigen Anbieter (z. B. real oder dm) gibt es häufig Coupons, die die Punktzahl verdoppeln oder verfünffachen. Jeder Punkt ist bei Payback einen Cent wert, der in Gutscheinen wieder zurückgegeben wird. Partner von Payback sind u. A. real, dm, Aral, Rewe, Kaufhof und sogar Lufthansa.
Backstageclub-BannerÄhnlich funktioniert auch das System bei der Deutschlandcard (netto, Edeka, Marktkauf, usw.). Zusätzlich bieten beide auch den Eintausch der Punkte gegen Prämien. Ich als Single habe (trotz meiner Ausgaben von maximal 25 € pro Woche) den letzten Monat durch das Punktesammeln 3 € gespart und Dank der Coupons, die ich via Newsletter erhalten habe sogar zusätzlich nochmal 5 € Rabatt erhalten. 8 € im Monat sind 96 € im Jahr! – Das entspricht beinahe den Wert meines Handyvertrages (9,99 € im Monat). Auch bei Klamotten lohnen sich diese Karten: Bei P&C gibt es 5% Rabatt auf jeden Einkauf und EMP-Backstage Club gibt es nicht nur einen Rabatt sondern auch noch kostenlosen Versand! Das lohnt sich!

Kauf Lokal – in Deiner Nähe!
Auch wenn die Angebote aus dem 5 km weit entfernten Supermarkt verlockend sind, sollte man mehr Benzin verbrauchen, als später beim Einkauf sparen, sollte man auf diesen Weg lieber verzichten. Stattdessen empfiehlt es sich beim Supermarkt oder Händler um die Ecke einen Blick auf die Angebote vor Ort werfen, denn häufig gibt es dort deutlich bessere Angebote als im Internet! Erst neulich habe ich für meine Rock-am-Ring Ausstattung bei Händlern in der Innenstadt eine Camping-Ausrüstung gekauft. Insgesamt habe ich 120,00 € investiert – und somit 60 € weniger im Vergleich zu gleichen oder sehr ähnlichen Produkten von Amazon!  Bei Internet-Preisen sind vor allem Elektronik-Angebote betroffen. Stereo-Anlagen, Küchengeräte, Haushaltsgeräte und Fernseher gibt es im Handel teilweise 10 – 40 % günstiger, als auf den Online-Plattformen von Amazon, Media Markt oder notebooksbilliger.de . Hier zählt der Vergleich!  

Zusammenfassung:
– Einkaufszettel schreiben
• Angebote aus dem Prospekt herausschreiben (und darauf achten, dass die Angebote wirklich Angebote sind!)

• Coupons/ Gutscheine/ Rabatt-Scheine ausschneiden
–  nur in Märkten in der Nähe einkaufen
– Auf Marken verzichten: Günstige Alternativen!

– Plastikkarten (Payback, Deutschlandcard, etc.) verwenden
• bei Newslettern anmelden
– Preise vergleichen

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